Die Globalisierungsfalle – Angriff auf Demokratie und Wohlstand

Autor:  Hans-Peter Martin und Harald Schumann

Verlag: RoRoRo, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1998

[auf stümperhaften Analysen basierende Szenarien von Spitzenpolitikern haben gravierende Folgen]

Die Autoren stellen auf erschreckende Weise dar, wie sich 500 Wirtschaftsführer und Welpolitiker in San Francisco 1995 über die Zukunft der Welt unterhalten haben. Unter der Leitung von Michail Gorbatschow traf sich die Weltelite in einem Superclasshotel in San Francisco zu einer Art Wirtschaftsforum. Erschreckend ist die Schilderung der Inhalte in der Rückschau ganz besonders deshalb, weil dem Leser von heute bewusst wird, dass die damals verfolgte Strategie offensichtlich in raschem Tempo umgesetzt wird, auch wenn die Szenarien, welche zu den Massnahmen führten, jeder wissenschaftlichen und empirischen Grundlage über die reale Wirtschaft entbehren. George Bush, Margaret Thatcher und Ted Turner (CNN) waren ebenso anwesend, wie John Gage von Sun Microsystems und David Packard von Hewlett Packard.

Jeremy Rifkin hatte ein Buch verfasst mit dem Titel «Vom Ende der Arbeit», in welchem er mit dilletantischen Fehlannahmen zur Funktionsweise der Weltwirtschaft herausarbeitete, dass für die Wirtschaft der Zukunft nur mehr 20% der Weltbevölkerung benötigt würde.

Basierend auf diesem Schreckensszenario zogen die anwesenden Politiker Schlüsse, welche den globalen Wirtschaftskrieg von heute mit all seinen Folgen begründen. Scott McNealy (Chef von Sun Microsystems) schloss daraus, dass die Frage der Zukunft nur noch heissen könne «to have lunch or be lunch» (fressen oder gefressen werden). Wer also Arbeit haben wolle, müsse darum mit allen Waffen kämpfen.

Um die nicht kampffähigen 80% der Weltbevölkerung, welche keine Arbeit haben würde, machten sich die Wirtschaftsführer und Politiker anschliessend grosse Sorgen. Zbigniew Brzezinski, ein gebürtiger Pole der Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter war und sich mit geostrategischen Fragen befasst, kreierte einen neuen Begriff: «Tittytainment». Die Anwesenden waren sich einig, dass die 20/80-Gesellschaft unabwendbar sein werde und dass man 80 Prozent der Weltbevölkerung in Zukunft mit «Tittytainment» bei Laune halten müsse.

Im Uebertragenen Sinne meint dieser Begriff, dass man mit «seichter» Unterhaltung 80% der Weltbevölkerung zur Brust nehmen müsse, um sie bei Laune zu halten. «Big Brother», «Wer wird Millionär» usw. lässt grüssen.

Auch auf dem europäischen Kontinent und in der Schweiz wird also an diesem Konzept kräftig gearbeitet. Im Herbst 2000 hielt ein dänischer PR-Berater ein Referat im Luzerner Kunst- und Kongresshaus. Er verkündete basierend auf dem gleichen Paradigma, dass die Wirtschaft der Zukunft dem «fucking and shopping» gehöre. Es ist ernüchternd, dass solche Aussagen bei namhaften Wirtschaftsführern und Politikern auch noch Zuspruch und Beifall finden.

Ist es da ein Zufall, dass sich Grosskonzerne plötzlich in Sportvereine einkaufen und dass private Firmen in der Schweiz ganze Fussballstadien bauen? Wenn sich unsere Weltelite am alten Rom orientiert, wird sie aufpassen müssen, dass unserem Gesellschaftssystem nicht der gleiche dekadente Zerfall beschert sein wird. Erste Spuren sind unübersehbar.

Der Mythos vom globalen Wirtschaftskrieg

Autor:  Paul Krugmann

Verlag: Campus Verlag, Frankfurt/Main, 1999

[Zum Glück gibt es noch wirtschaftswissenschafter, die nicht einfach nachplappern sondern brilliant analysieren]

Oekonomen und Politiker aller Nationen haben den globalen Wirtschaftskrieg entfacht. Wie alle realen Kriege der Erde basiert auch dieser Wirtschaftskrieg auf Feindbildern und Annahmen über die wirtschaftliche Zukunft von Nationen, die nicht unbedingt der Realität entsprechen.

Argumentativ brillant, tiefgründig und mit spitzer Feder geht Paul Krugmann der Frage nach, ob der globale Wirtschaftskrieg auf realistischen Annahmen basiert. Schonungslos  trennt er zwischen Tatsachen und Meinungen und belegt ein­drücklich, dass keine nationale Volkswirtschaft sich zu sehr von billig, schnell oder gross aus anderen Nationen zu fürchten hat.

Die Wirtschaft jeder Nation ist primär Hausgemacht und kann über das Geldsystem der einzelnen Nationen gesteuert werden.  Arbeitslosigkeit ist Geldlosigkeit und hat mit «fehlender Arbeit» nichts zu tun.

Schlimm genug, dass wir trotz falschen Szenarien den globalen Wirtschaftskrieg führen. Dieser findet jedoch vor allem im Geldsystem und weniger in der realen Wirtschaft statt. Es ist im Wesentlichen ein Krieg der privaten Währungssysteme. Krugmann legt auch die Mechanismen der öffentlichen Meinungsbildung offen, welche einfachen populistischen Angstszenarien den Vorrang vor einer seriösen Diskussion von Wirtschaftsfragen geben.

Es ist beruhigend von einem anerkannten Nationalökonomen bestätigt zu haben, dass die 1995 in San Francisco aufgestellten Angstszenarien jeder vernünftigen Analyse entbehren. Der internationale Handel mag die Position von einzelnen Branchen im Wettbewerb schmälern. Er ist aber gleichzeitig unverzichtbar für unsere Volkswirtschaften und wird diesen nicht schaden.

In der realen Wirtschaftswelt gibt es also keine Spur von «fressen und gefressen werden», erst recht nicht in Bezug auf ganze Nationen.

Elend hinter Gittern

Autor:  Loïc Wacquant

Verlag: Universitätsverlag, Konstanz, 2000

[Diktatur ist immer schlecht, egal ob sie kommunistisch oder kapitalistisch begründet ist]

Der Neoliberalismus in den USA wurde konsequent umgesetzt. Die Marktwirtschaft hat zur Machtwirtschaft des Geldes mutiert und fordert seine Opfer. Wer mit «Tittytainment» oder «fucking and shopping» nicht beruhigt werden kann, zerfällt in Armut, wird kriminell und landet im Gefängnis. Denn die Armut und das Arbeitslosenheer, welche integraler Bestandteil des Kapitalistischen Wirtschaftssystemes sind, bilden einen unberechenbaren Unruheherd, der unbedingt zu kontrollieren ist.

Rund jeder hundertste Bürger der USA sitzt heute im Gefängnis. Dazu kommen rund 5 Millionen Menschen, welche auf Bewährung «frei» sind.

«Nulltoleranz» heisst die Strategie, mit welcher die Amerikaner die Doktrin des Neoliberalismus und der zunehmenden Einkommensunterschiede durchsetzen. Nachdem diese Nulltoleranzstrategie sich in den USA bewährt hat, wurde sie nach England exportiert und schwappt nun auch auf den europäischen Kontinent über.

Wer «Elend hinter Gittern liest» fühlt sich zurück­versetzt in den «Archipel Gulag» von Alexander Solschenizyn. Der Beweis, dass der Turbokapitalismus nur eine neue Form der Diktatur ist und sich in einem demokratischen Staat in keiner Weise besser eignet zur Steuerung der Wirtschaft als die Planwirtschaft im Kommunismus.

Beschrieben wird hier nichts anderes, als was Alexander Solschenizyn über die UdSSR im «Archipel Gulag» beschrieben hat: die Armut wird durch Kriminalisierung der Massen bekämpft.

Als Propagandamaschine zur Stützung dieser Doktrin wurden quer durch die USA sogenannte «Think-Tanks» oder «Denkfabriken» gegründet. Weil die Masse der Menschen keine Zeit hat zu denken (sie müssen ja wirtschaften), denkt das Establishment für sie und erklärt dann durch Veröffentlichung von «wissenschaftlichen» Studien den Bürgern mit welchen Massnahmen die Welt verbessert werden könne. Die privatisierte Gefängnisindustrie in den USA verzeichnet riesige Wachstumsraten.

In der Schweiz wurde ein solcher Think-Tank gerade eben erst durch unsere Grosskonzerne unter Federführung der UBS gegründet. Gemäss dem Direktorium der Stiftung dürfen wir auf Sommer 2001 mit den ersten Ergebnissen von Studien rechnen. Wir dürfen gespannt sein, ob und mit welchen Argumenten und PR-Kampagnen sich der freiheitsgewohnte Schweizer ebenfalls auf diese Art kriminalisieren lässt. Die neue Armut mit einer massiven Zunahme der working poor hat sich jedenfalls schon manifestiert. Die neoliberalen Strategen der Schweiz werden sich beeilen müssen, wenn sie einem Volksaufstand zuvorkommen möchten.

Der Mythos vom Geld

Autor:   Stephen Zarlenga

Verlag:  Conzett Verlag, Sunflower GmbH, Zürich, 1999 (Auslieferung durch Oesch-Verlag)

[Ein Geldsystem darf sich nie dem demokratischen Staat entziehen. Es wäre doch fatal, wenn die Steuerhoheit bei privaten Geldaristokraten, statt beim Staat liegen würde.]

Stehphen Zarlenga beschreibt, wie eine falsche Definition des Geldbegriffes dazu geführt hat, dass durch die Gesetzgebung bestimmte Privatpersonen und Gruppen über das Geldsystem einer Gesellschaft bestimmen können. Mit dem Geldsystem verfügen sie über die zentrale Macht zur Steuerung einer Volkswirtschaft und bestimmen dadurch über Verteilung von Wohlstand und Armut. Wussten Sie, dass das Schweizerische Geldwesen, genauso wie das englische und amerikanische bereits seit Generationen privatisiert ist? Es ist interessant, mit welcher Selbstverständlichkeit der Bürger immer wieder annimmt, dass das Geldwesen unter staatlicher Kontrolle sei.

Zarlenga beschreibt die Geschichte des Geldes vom Tauschhandel über das römische Münzwesen bis zur heutigen Zeit.

Er beschreibt, wie falsche Vorstellungen über unser Geldsytem Eingang gefunden haben in unsere Politik, wie die «hohen Priester der Volkswirtschaftslehre» dieses Wissen hüten und welche Folgen daraus entstehen.

Es gibt in dieser Beziehung einen «Sonderfall Schweiz», den Zarlenga in seinem Buch ausdrücklich hervorhebt und lobt. Wir sind jedoch gerade zur Zeit daran, diesen Sonderfall der Globalisierung zu opfern. Dieses Buch ist ein absolutes MUSS für jeden Politiker, der sich eine objektive Meinung über das Geldwesen verschaffen möchte und bei der Revision des Notenbankgesetzes die Weichen für die Zukunft unserer Volkswirtschaft im Sinne unserer Demokratie richtig stellen möchte. Der Sonderfall Schweiz mit seinem bisher hohen Stand an Wohlfahrt und Wohlstand für alle basiert auf einem glücklichen Umstand in Bezug auf die Wahl und Struktur des Währungssystemes. Durch die Gründung der Kantonalbanken sicherten sich die Kantone die Steuerung des Geldwesens und überliessen dieses nicht einfach den Privatbanken. Zur Gründung der Zürcher Kantonalbank schrieb Sigmund Widmer, Historiker aus Zürich: «recht umstritten war die Gründung der Zürcher Kantonalbank. Als Begründung wurde vor allem von -Bankvater-Keller angeführt, die Errichtung einer Staatsbank sei notwendig, um den Wucher zu bekämpfen, den Privatbanken heilsame Konkurrenz entgegenzustellen und den mittleren und kleineren Gewerbestand vor der Ausbeutung durch die in erster Linie auf eigenen Nutzen bedachten Privatbanken zu schützen.» Dass gewisse Kräfte in unserem Land gerade in heutiger Zeit trotdem nicht schnell genug unsere Staatsbanken der Privatisierung opfern möchten, sollte uns zumindest zum Nachdenken anregen.

Wir beerdigen damit den Sonderfall Schweiz und legen das Geschick der Geldwirtschaft zurück in private Hände, welche sich bereits heute weder sozialen noch staatsrechtlichen Prinzipien unterwerfen – sie wollen profitieren, statt Nutzen stiften.

Geld und Magie

Autor:  Hans Christoph Binswanger, Professor für Volkswirtschaft an der Hochschule St. Gallen

Verlag: Weitbrecht Verlag, Stuttgart/Wien/Bern, 1985

[GOEthe hat die Geldwirtschaft in seinem "Faust" bereits beschrieben. GEldwirtschaft hat die alchemie abgelöst]

Seit der Zeit der Aegypter haben Menschen versucht, durch einen sogenannten alchemistischen Prozess künstlich Gold herzustellen.

Binswanger erbringt in seinem Buch den überzeugenden Beweis, dass die Alchemisten mit dem Versuch aufgehört haben, künstliches Gold herzustellen, weil sie im Drucken von Notengeld einen viel einfacheren Weg gefunden haben, den gleichen Zweck zu erreichen - und erst noch mit

viel weniger Mühe. Binswangers bereits 1985 verfasstes Werk bezieht sich in der Analyse weitgehend auf Göthes «Faust».

Durch die Geldwirtschaft hat sich der Wirtschaftsbegriff von der ursprünglichen Subsistenzwirtschaft zu einem auf unbegrenztem Wachstum basierenden alchemistischen System entwickelt, das die Menschen in unendliche Abhängigkeit gebracht hat. Der Zwang zum wirtschaften und gewinnmaximieren (profitieren) hat den eigentlichen Sinn des Wirtschaftens (das Nutzenstiften) pervertiert. Wer Herrscher ist über die Alchemie des Geldes, ist Herrscher über die Zeit. Wer Zarlenga gelesen hat, versteht Binswanger besser und wer Binswanger gelesen hat, der versteht Göthe's «Faust».

Hätten wir den Neoliberalismus der 90-er Jahre nicht erlebt, würden wir vielleicht die Aussagen von Binswanger nicht ganz verstehen. So gesehen hat jede Krise einen Sinn, wenn wir daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Durch die aktuellen wirtschaftspolitischen und sozialpolitischen Diskussionen um unsere Wirtschaft und um die Frage der Privatisierung und der Marktwirtschaft dringen Binswangers Worte tief ein und schärfen unser Bewusstsein und hoffentlich jenes unserer Politiker, welche die Regeln für unsere «liberale» Wirtschaft in Gesetzen festlegen müssen. Der Kapitalismus ist keine Frage von Staat oder Markt. Er lässt sich ohne klare auf Ethik und Demokratie basierenden Regeln und ohne demokratische Kontrolle über unser Geldsystem nicht zvilisieren. Wer Kraft Gesetz oder Marktmacht automatisch Geldströme an sich bindet, oder die Gewalt über das Notenmonopol besitzt, der trägt hohe soziale Verantwortung und hat sich an klare Regeln zu halten. Insbesondere haben sich private und öffentliche Institutionen dieser Kategorie nicht im Wettbewerb jener Menschen einzumischen, welche ihr Einkommen aus dem Prinzip des Nutzenstiftens am Güter- und Dienstleistungsmarkt erzielen müssen.

Zivilisiert den Kapitalismus - Grenzen der Freiheit

Autor:  Marion Gräfin Dönhoff, Dr. rer. pol. Redaktorin «Die Zeit», Hamburg

Verlag: Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart,  1997

[SIE SIND KEIN LINKER UND SCHON GAR KEIN SYSTEMFEIND, WENN SIE AUS HUMANITÄREN gRÜNDEN DEN KAPITALISMUS IN SEINE SCHRANKEN WEISEN FRAU DÖNHOFF IST LIBERALER, ALS VIELE SIE SICH IM PARTEIBUCH ALS SOLCHE BEZEICHNEN UND NUR MACHT STATT MARKT ANSTREBEN]

Das Streben nach wirtschaftlichem Gewinn reicht offensichtlich nicht aus, um dem demokratischen Leben stets von neuem die notwendigen moralischen Impulse zu geben. Die Idee des Kapitalismus (profitieren) hat nichts mit der ursprünglichen Idee des Wirtschaftens (Nutzen stiften) gemeinsam, ausser dass in beiden Systemen Geld getauscht wird. Die Zielsetzung des Kapitalismus (Gewinn maximieren) führt zu anderen gesellschaftlichen Resultaten als die ursprüngliche Idee des Wirtschaftens (Nutzen maximieren). Gräfin Dönhoff ruft in Ihrem Buch Politiker auf zu handeln, statt sich hinter der Politikverdrossenheit der Bürger zu verstecken.

Sie plädiert für eine Gesetzgebung, basierend auf einem ethischen Konsens, ohne den eine liberale Gesellschaft nicht überlebensfähig ist.

Liberalismus ohne Selbstbeschränkung, Regulierung und Einhalten von ethischen Normen führt weg von der Demokratie, hin zur Diktatur des Kapitals - und diese ist schliesslich nicht besser als die Diktatur des Kommunismus.

Arm und Reich – Die Schicksale menschlicher Gesellschaften

Autor:  Jared Diamond

Verlag: S. Fischer Verlag, 1997

[ARMUT ENTSTEHT IM KOMMUNISMUS UND IM KAPITALISMUS AUS KLEPTOKRATISCHEN STRUKTUREN HERAUS. SOZIALE KONFLIKTE SIND IN ALLEN GESELLSCHAFTSSYSTEMEN MÖGLICH, WENN SICH EINE ELITE (DIE ES IMMER GIBT) NICHT AN GEWISSE REGELN UND SELBSTBESCHRÄNKUNGEN HÄLT.]

Jared Diamond beschreibt die Geschichte der Völker der vergangenen 13'000 Jahre. Fundiert wird der Aufstieg von Kulturen beschrieben. Wenn Sie der Ansicht sind, dass arme Länder arm sind, weil die Menschen in diesen Ländern zu faul sind zu arbeiten, dann sollten Sie dieses Buch unbedingt lesen. Sie werden neue Einsichten in die Realität der Entwicklung der Zivilisation erhalten. Sobald ein Heer von Lobbyisten und Juristen immer mehr Geldströme Kraft Gesetz an sich binden und zu ihren eigenen Zwecken umlenken, entstehen Ungleichheiten, welche in Kleptokratie (demokratisch organisierter Diebstahl am Bürger) ausarten.

In jüngster Zeit konnten wir dies in zahlreichen südamerikanischen und asiatischen Ländern wieder beobachten. Fragen Sie nach den Ursachen der Sozialkonflikte in diesen Ländern und Sie werden in diesem Buch interessante Parallelen finden. Ein auf Nutzen stiften basierendes Wirtschaften verliert durch Kleptokratie seinen Nährboden, so dass soziale Unruhen unabwendbar sind.

Die Synthese zwischen Kapitalismus und Kommunismus liegt in einer knallharten Gesetzgebung. Diese soll verhindern, dass Geldströme kanalisiert und gebunden werden, ohne dass Nutzen gestiftet und Verantwortung getragen wird. Antikleptokratische Maximen sind deshalb mit ein wichtiger Bestandteil eines Gesetzeswerkes, welches die Rechtsstaatlichkeit in einer Demokratie garantieren soll.