Einstieg ins Thema
Viele Regierungen machen den Fehler, den Reichen zu viel Macht zu geben, ... Es kommt eine Zeit, da aus etwas nicht wirklich Gutem etwas wirklich Böses wird, denn die Eingriffe der Reichen sind von zerstörenderer Wirkung für den Staat als die Taten des Volkes.

Aristoteles (384 - 322 v. Chr.)

Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Banken prügeln, für Versäumnisse der Geldaristokratie. Prügeln wir die Banken, dann prügeln wir uns selbst. Es sind die Alchemisten, denen wir das Handwerk legen müssen. Das Geldsystem gehört als 4. Staatsgewalt unter demokratische Kontrolle, wie schon John F. Kennedy dies verlangt hat.

Ivo Muri (Oktober 2001)

Wer Kraft Gesetz oder Marktmacht automatische Geldströme an sich bindet, geht gegenüber der Gesellschaft eine grosse Verpflichtung ein. Erst recht trägt Verantwortung, wer das Recht zum Schöpfen von Geld nach alchemistischem Prinzip Kraft Gesetz zugesprochen erhält. Diese Institutionen und nur diese sind für die gerechte Versorgung der Wirtschaft mit Geld ver­antwortlich. Liegt dieses Recht in Privaten Händen, darf nicht der Staat zum Sozialausgleich ­privater Versäumnisse verantwortlich gemacht werden. Rudolf Weber-Fas hat in seinem Buch über die Staatsgewalt geschrieben: «Um Staaten von grossen Räuberbanden zu unterscheiden, hat sich die hoheitliche Gewalt an klaren rechtsstaatlichen Prinzipien zu orientieren». Diese Maxime muss auch für Private gelten, wenn sie staatshoheitliche Aufgaben übernehmen.

Es wäre töricht, wenn wir unser Glück heute schon in Europa oder in der Globalisierung suchen, so lange wir sozialen Frieden noch nicht einmal in unserem kleinen Land gesichert haben.

Mehr als sieben Prozent working poor sind definitiv zu viel. Dass die UNO von diesen nun auch noch Freiwilligenarbeit verlangt ist definitiv geschmacklos.

Machen wir unsere Hausaufgaben !


Ivo Muri, Sursee im März 2001